Deine-Filiale Passt das zu mir?

Network Marketing: seriös oder Abzocke? So erkennst du den Unterschied

Network Marketing ist legal, Schneeballsysteme sind verboten. Woran du seriöse Angebote erkennst, welche Warnsignale es gibt und welche Fragen du stellen solltest.

Von Daniel Nebel Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Network Marketing (Direktvertrieb mit Teamaufbau) ist in Deutschland legal. Verboten sind Schneeballsysteme, bei denen vor allem das Anwerben neuer Teilnehmer bezahlt wird (§ 16 Abs. 2 UWG).
  • Der wichtigste Unterschied: Bei seriösen Unternehmen entsteht Einkommen aus echten Produktumsätzen mit Endkunden, nicht aus Einstiegsgebühren neuer Partner.
  • Warnsignale sind hohe Einstiegsgebühren, Pflicht zu großen Lagerkäufen, Einkommensversprechen, Zeitdruck und Produkte, die außerhalb des Netzwerks niemand kauft.
  • Auch bei seriösen Angeboten verdienen viele Partner nur ein kleines Zusatzeinkommen. Wer mehr will, braucht Zeit, Ausdauer und echte Kunden.

Kaum ein Geschäftsmodell polarisiert so stark wie Network Marketing. Die einen sehen darin eine echte Chance auf ein eigenes Business, die anderen halten alles für Abzocke. Die Wahrheit liegt dazwischen: Es gibt seriöse Unternehmen und es gibt Angebote, von denen du die Finger lassen solltest. Dieser Ratgeber hilft dir, den Unterschied zu erkennen.

Was ist Network Marketing?

Network Marketing, auch Multi-Level-Marketing (MLM) oder Empfehlungsmarketing genannt, ist eine Form des Direktvertriebs. Selbstständige Vertriebspartner empfehlen Produkte direkt an Kunden weiter, statt dass diese im Laden stehen. Zusätzlich können Partner andere Menschen für die Tätigkeit gewinnen und begleiten. Sie werden dann auch an den Produktumsätzen dieses Teams beteiligt.

Das Unternehmen spart sich dadurch Werbebudgets und Zwischenhändler und gibt einen Teil davon als Provision an die Partner weiter.

Network Marketing oder Schneeballsystem?

Der entscheidende Punkt ist, woher das Geld kommt.

Seriöses Network MarketingSchneeballsystem
EinkommensquelleProduktumsätze mit echten KundenEinzahlungen neuer Teilnehmer
Rolle der ProdukteIm Mittelpunkt, werden auch außerhalb des Netzwerks gekauftNebensache oder nur Vorwand
EinstiegÜberschaubare Kosten, meist ein ProduktpaketHohe Gebühren oder Pflichtkäufe
RechtslageLegalVerboten (§ 16 Abs. 2 UWG)
LangfristigFunktioniert auch ohne ständiges WachstumBricht zusammen, sobald niemand mehr einsteigt

Ein einfacher Test: Würde das Geschäft auch funktionieren, wenn ab morgen niemand mehr neu einsteigt? Wenn ja, weil es echte Kunden gibt, die Produkte kaufen und nachbestellen, ist das ein gutes Zeichen. Wenn nein, ist Vorsicht angebracht.

7 Warnsignale für unseriöse Angebote

  1. Hohe Einstiegsgebühr: Du sollst mehrere hundert oder tausend Euro zahlen, bevor du überhaupt anfängst.
  2. Pflicht zum Lagerkauf: Du musst größere Mengen Ware auf Vorrat kaufen, die du dann selbst loswerden musst.
  3. Einkommensversprechen: „In sechs Monaten verdienst du 5.000 € im Monat.“ Niemand kann dir das seriös versprechen.
  4. Anwerben statt Verkaufen: Im Gespräch geht es fast nur darum, wen du alles ins Team holen kannst, kaum um Produkte und Kunden.
  5. Zeitdruck: „Nur heute zu diesem Preis“ oder „Die Plätze sind gleich weg“. Seriöse Partner lassen dir Bedenkzeit.
  6. Kein Rückgaberecht: Es gibt keine klaren Regeln, was mit nicht genutzter Ware passiert.
  7. Unklare Firma: Du findest kaum Informationen über das Unternehmen, Impressum, Geschichte oder Umsätze.

5 Zeichen für ein seriöses Angebot

  1. Echte Endkunden: Ein großer Teil des Umsatzes kommt von Menschen, die die Produkte einfach nutzen und nicht selbst Partner sind.
  2. Transparenter Einkommensplan: Du kannst nachlesen, wie genau Provisionen und Boni berechnet werden.
  3. Überschaubare Startkosten: Der Einstieg kostet ungefähr so viel wie ein Produktpaket, das du selbst nutzt, nicht wie ein Kleinwagen.
  4. Lange Unternehmensgeschichte: Das Unternehmen ist seit vielen Jahren am Markt und öffentlich dokumentiert.
  5. Ehrliche Gespräche: Dein Ansprechpartner sagt dir auch, was nicht funktioniert und wie viel Arbeit dahintersteckt.

Die ehrliche Wahrheit über das Einkommen

Auch bei seriösen Unternehmen gilt: Viele Partner verdienen nur ein kleines Zusatzeinkommen. Manche nutzen die Produkte vor allem selbst und profitieren von Rabatten. Höhere Einkommen erreichen die wenigsten, und meist erst nach mehreren Jahren regelmäßiger Arbeit.

Das ist kein Grund, es nicht zu versuchen. Aber es ist ein Grund, mit realistischen Erwartungen zu starten. Wer dir etwas anderes erzählt, will dir etwas verkaufen.

Was den Unterschied macht, sind meist dieselben Dinge wie in jedem Business: Regelmäßigkeit, echte Kundenbeziehungen und die Bereitschaft, dazuzulernen. Wie das bei schüchternen Menschen aussehen kann, erzählt Christian, der mit 25 seine Angst vor Gesprächen überwunden hat.

10 Fragen, die du vor dem Einstieg stellen solltest

  1. Wie heißt das Unternehmen, seit wann gibt es es und wo sitzt es?
  2. Was kostet der Einstieg genau, und welche laufenden Kosten gibt es?
  3. Muss ich regelmäßig eine Mindestmenge bestellen?
  4. Wie werde ich bezahlt, und kann ich den Einkommensplan vorab lesen?
  5. Woraus besteht mein Einkommen: Produktumsätze oder Gebühren neuer Partner?
  6. Wer sind die typischen Kunden, die nicht selbst Partner sind?
  7. Was passiert mit Ware, die ich nicht nutze?
  8. Wie kann ich wieder aufhören, und was kostet das?
  9. Welche Unterstützung bekomme ich am Anfang konkret?
  10. Was verdienen Partner realistisch in meiner Situation?

Bekommst du auf diese Fragen klare, ruhige Antworten ohne Druck, ist das ein gutes Zeichen. Weicht dein Gegenüber aus, lass dir Zeit oder sag Nein.

Wie wir das bei Deine-Filiale handhaben

Wir arbeiten mit PM-International, einem Direktvertriebsunternehmen, das seit 1993 am Markt ist. Vergütet werden ausschließlich Produktumsätze, für das bloße Anwerben gibt es kein Geld. Die Startkosten, den Aufbau des Einkommensplans und ehrliche Antworten zum Verdienst findest du offen in unseren häufigen Fragen.

Wenn du dir unsicher bist, stell uns genau die zehn Fragen von oben. Dafür ist das Erstgespräch da.

Häufige Fragen

Ist Network Marketing in Deutschland legal?

Ja. Network Marketing ist eine legale Form des Direktvertriebs. Verboten sind Schneeballsysteme und progressive Kundenwerbung, bei denen Teilnehmer vor allem für das Anwerben neuer Teilnehmer Vorteile erhalten (§ 16 Abs. 2 UWG).

Was ist der Unterschied zwischen Network Marketing und Schneeballsystem?

Im Network Marketing wird an Produktumsätzen verdient, die echte Kunden auslösen. In einem Schneeballsystem fließt das Geld hauptsächlich aus den Einzahlungen neuer Teilnehmer. Es funktioniert nur, solange immer mehr Menschen einsteigen, und bricht dann zusammen.

Wie viel verdient man realistisch im Network Marketing?

Das ist sehr unterschiedlich. Viele Partner verdienen nebenberuflich ein kleines Zusatzeinkommen oder nutzen die Produkte vor allem selbst. Höhere Einkommen erreichen die wenigsten, und meist erst nach Jahren konsequenter Arbeit. Seriöse Partner sagen dir das offen.

Woran erkenne ich ein unseriöses Angebot im Gespräch?

An Druck und Versprechen: Du sollst sofort unterschreiben, dir werden hohe Einkommen in kurzer Zeit in Aussicht gestellt, Kosten bleiben vage oder es geht fast nur ums Anwerben statt um Produkte und Kunden.

Dieser Ratgeber ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Angaben ohne Gewähr, Stand siehe Aktualisierungsdatum.

Erfahrungen aus der Praxis

Willst du prüfen, ob es passt?

Drei kurze Fragen. Danach meldet sich Daniel persönlich innerhalb von 2 Werktagen. Unverbindlich, ohne Druck.

Das ist keine Bewerbung um einen Job, sondern ein ehrliches Kennenlernen. Du entscheidest danach in Ruhe.

Schritt 1 von 3

Wie viele Stunden pro Woche kannst du realistisch investieren?